Schmelztiegel

Prolog

 

Fitness-Tracker, Low Carb, voll der Hype für fast jeden. Fast - ich habe mich bis vor kurzem diesem in meinen Augen neumodischen Bullshit widersetzt. Younger than ever - Quark. Ich bin so alt wie ich will und mein inzwischen erhebliches Übergewicht ist meins, jawull. Mit Mitte Fuffzig knarzen die Gelenke nun einmal unwillig, sie schmerzen und der Gesamtkadaver ist den Gesetzen der Massenträgheit unterworfen. Damit lebte es sich sehr bequem. Vor allem mit dem selbst(gerechten) Trotz. 

 

Wobei Tristan Trotz nicht die einzige Stimme ist, die ich in mir höre. Andere, vor allem Vera Nunft, erinnern sich noch gern an die Zeiten, in denen ich schlank und sportlich war, bis ich das in meiner Maßlosigkeit übertrieben hatte und im Herbst 2006 gar nicht mehr laufen konnte. Das war der Anfang vom Ende...

E. M. Pathie mit ihrer leisen, aber sehr klaren Stimme schaffte es schließlich, sich gegen Tristan T. zu behaupten. Sie wusste, warum ich meinte, ohne meine Seelentröster Kuchen, Schokolade und Eis nicht leben zu können. Die belesene Vera warf die Tatsache, dass mein lebensnotwendiges Insulin seine Mastkompetenz wohl kaum meinetwegen ablegen würde, in die Diskussion. Kurz und gut - die Mehrheit der Stimmen in mir beschloss, die schlechten alten Ernährungsgewohnheiten über Bord zu werfen und meine Beweglichkeit wiederherzustellen. Darum nehme ich  Tristan und allen meinen  Vorbehalten zum Trotz an einer gesunden Ernährungsumstellung mit sehr viel moderatem Sport (schnellem Gehen) und Online-Coaching teil - mit dem Ziel, viel Gewicht zu verlieren und endlich wieder fit und vor allem beweglich zu werden. In den letzten Jahren war mein Diabetes immer gut eingestellt, allerdings habe ich dazu viel zu viel Insulin gebraucht, das leider die schlechte Begleiterscheinung hat, dass es "hilft", Körperfettdepots anzulegen.

 

Meine sämtlichen Versuche, das in Eigenregie hinzukriegen, sind in den letzten Jahren gescheitert, so dass ich es aus Frust  aufgegeben und kontinuierlich zugenommen hatte, während ich mich immer schlechter bewegen konnte. So wollte ich nicht weiterleben... 

 

 

Mein Schweinehund ist nach wie vor ein sehr großer. Darum wehre ich mich gegen ihn, indem ich mich der Online-Gruppe Healthpointe angeschlossen habe meinen "Lebenswandel" publik mache. Ganz unten auf der Seite geht es los... 

Sa, 18Jan2020 - Tag 12

 

Ich bin noch gar nicht richtig wach. Mein neues Leben ist anstrengend. Neben meinen drei Jobs Monstersklavin, Melpflegerin und ^^^pharmaflüsterin habe ich viele neue Aufgaben, die in meinen Tag integriert werden müssen. Die hundertausend (nein, ich übertreibe NIEMALZ) Schritte habe ich an Arbeitstagen inzwischen gut untergebracht, das funzt. Aber die Nahrungsbeschaffung und das viele, viele Schnippeln und Kochen machen mich noch ziemlich fertig, insbesondere, weil ich abends oft sehr, sehr hungrig bin, wenn ich nach Hause komme. Dann ist einfach mal ein Brot oder irgendwelches Fertigfutter nicht mehr drin... Diesbezüglich muss ich mein Zeit-Management dringend optimieren, das läuft noch nicht gut. Ich hoffe, dass es irgendwann mit dem Schlafen wieder besser wird, denn an den seltenen ausgeschlafenen Tagen läuft alles sehr viel besser.

 

Mi, 15Jan2020 - Tag 9

Ein furchtbarer Tag.

Das Einschlafen am späten Dienstag gelang stundenlang überhaupt nicht. Und als ich endlich schlief, träumte ich, dass ein Hubschrauber auf das Fenster, hinter dem ich stand, in terroristischer Absicht (09/11 lässt grüßen) zuraste. Ich wusste, dass mein Leben in Sekundenbruchteilen vorbei sein würde... Kurz vor dem Aufprall dachte ich rückblickend "Es war schön" - das ist der positive Aspekt dieses Traums. Danach war es vorbei.

 

Immerhin war ich nach dem Weckerklingeln dann doch so lebendig, dass ich auf die Waage steigen konnte. Diese zeigte 1,5 kg mehr als gestern an.

 

Total erschöpft und niedergeschlagen trabte ich zur S-Bahn und wurde die depressive Stimmung den ganzen Tag über nicht los. Es erschien mir alles so sinnlos...

 

Mo, 13Jan2020 - Tag 7

 

12:30

Geht doch, sobald der erste Fuß draußen vor der Tür ist. 4,8 km waren das und ich kann nicht sagen, dass es mir heute an meinem freien Tag keinen Spaß gemacht hätte. Also bis zum Eisernen Steg... 

Danach motzten die Muskeln, aber Mel benahm sich, weil ich einfach vorher nicht gefrühstückt hatte und deshalb kein aktives schnellwirkendes Insulin in mir sein Unwesen trieb. 

 

Frankfurter Möwe
Frankfurter Möwe
Januar-Rose in der Metzlerstraße
Januar-Rose in der Metzlerstraße

09:00 Uhr

How to cope with 10,000 steps daily - dieser Tip ist so genial, herzlichen Dank an Chris aus Leipzig :-) 

Zum Glück habe ich heute frei und  seeeeeeeeehr viel Wäsche. Die Spülmaschine arbeitet auch schon fleißig, also bleibt mir nur, die Füße hochzulegen!

 

So, 12Jan2020 - Tag 6

Die letzte Weihnachtsbaumkerze
Die letzte Weihnachtsbaumkerze

Abends

hatte ich insgesamt 11399 Schritte geschafft. 4,8 km  ungefähr war die Route lang. Den Rest der Schritte verdanke ich der Hausarbeit.

Nachdem ich endlich den Wald geentert hatte, ging es mir gar nicht gut, Mel hatte wieder einmal Spaß daran, mich zu ärgern. Nach dem 2. Saft wurde es glücklicherweise besser und ich fand wieder aus dem finsteren Tann heraus. Es war dann zwar blöd, an der Mörfelder Landstraße entlang zu laufen, aber sinnvoll, denn es dämmerte bereits. Ich lief noch ein bisschen durch den Waldspielpark Louisa.  Der Weg von dort aus nach Hause zog sich. Meine Beine waren müde und wollten nicht mehr laufen, aber ich war zu stolz, in die Tram zu steigen.

 

Der Sonntag verging auf angenehm-gemütliche Weise sehr schnell. Daher war es um 15:30 Uhr höchste Zeit, meine Laufschuhe anzuziehen und ins trübe Grau hinauszugehen. Lust dazu? NOPE. Also einfach mal losgehen...

 

10:00 Uhr

Low-Carb Sonntagsfrühstück, üppig - 1 EI nfach bei der Zwischenmahlzeit ausgeliehen. dafür habe ich die 10000 Schritte großzügig auf später verschoben und mir zusätzliche Tee-Lichtnahrung gegönnt.

Sa, 11Jan2020 - Tag 5

 

Nach einer unangenehmen Nacht mit Hustenanfällen und Albträumen schlief ich morgens ziemlich lange. Danach war ich 2 h platt, bevor meine Lebensgeister Kaffee und Frühstück sei Dank wieder erwachten. Endlich konnte ich Schleim abhusten - ein Fortschritt. Einkaufen und Aufräumen inklusive schaffte ich es auch wieder, auf 10000 Schritte zu kommen, weil ich am späteren Nachmittag einen Ausflug zu Fuß auf die Schweizer Straße machte. 

Mein neuer Lebenswandel zwingt mich schon zu gewagten Aktionen: Gestern bin ich auf der Jagd nach Low-Carb-geeigneten Lebensmitteln, hier insbesondere Mandelmehl,  zum Äußersten geschritten - ich war bei Alnatura. Freiwillig gehe ich da normalerweise nicht rein. Und fand mich dort umzingelt von Horden militanter Veganer, die sich fast schon um ihre hässlichen Pseudowürstchen und den "gesunden"? Fleischersatz kloppten. Auf dem Kassenband befanden sich bei dem einen Weltverbesserer schließlich noch andere unappetitliche Dinge - nicht besonders viel, aber der Typ hat dafür 75 Euronen gelatzt. Ich hingegen schluffte fröhlich mit meinem Mandelmehl nach Hause und überfiel noch schnell Feinkost Albrecht, um mich mit Fleisch, Fisch, Worscht und Kese einzudecken. 

 

Fr, 10Jan2020 - Tag 4

 

Der Freitag begann ganz freundlich, wenn auch mit zu hohen Blutzuckerwerten. Nach einem langen Monatsgespräch mit meiner Scheffin fühlte ich mich völlig ausgelaugt und war sehr heiser. Mein Hals schmerzte fies, meine Nase explodierte alle paar Minuten und der unproduktive Husten raubte mir den allerletzten Nerv. Diesen blöden Infekt konnte ich nun gar nicht brauchen... da ich zusätzlich fror, verzichtete ich auf Ausgang in der Mittagspause. Stattdessen lief ich zweimal die ca. 2879 Treppenstufen hinunter in unser Warenlager... Endlich wieder zurück in Sachsenhausen ereilte mich im Aldi eine gemeine Unterzuckerung. Ich hatte das Gefühl, dass diese mir die Beine einfach unter dem maladen Kadaver wegziehen wollte. Daher zahlte ich schnell und dopte mich danach mit gezuckerter Fanta, denn so traute ich mich nicht nach Hause. 

Meine Hypoglykämien äußern sich seit Beginn meines neuen Lebenswandels ganz anders als zuvor - auch ihre Bekämpfung folgt neuen Regeln. Ich benötige viel weniger Glucose-Input als vorher... Ich denke, die Einstellung meines Zwangsgatten muss sich diesbezüglich noch viel besser anpassen. Bis dahin gilt Learning by Suffering.

Endlich zu Hause angekommen fiel ich nur noch auf's Sofa und schlief auf der Stelle ein. Krank/fertig/AUS.

 

Do, 09Jan2020 - Tag 3

 

Heute war ich immerhin wieder in der Lage, zur Arbeit zu fahren. Mel, mein blöder Zwangsgatte, unterhält mich nach wie vor mit seltsamen Kapriolen. Heute bevorzugt er allerdings die höheren Werte, die aus dem Nichts zu entstehen scheinen. Ich reagierte angemessen, wenn auch vorsichtig mit Insulin darauf, verzehrte erst ziemlich spät Skyr mit dem täglich zu konsumierenden Proteinpamp und ein paar Blaubeeren als Frühstück; Stunden später den sehr leckeren Brokkoli-Putensteak-Salat. Snacks zwischendurch brauchte ich heute nicht viele, denn bei hohen Blutzuckerwerten vergeht mir der Appetit. Sicher ein sehr effizienter Weg zur Gewichtsreduktion, aber eben ganz und gar nicht gesund. Ich hoffe, dass ich mich bald an diese Ernährungsumstellung gewöhnen und das Insulin entsprechend anpassen kann. Diese Versuch-und-noch-mehr-Irrtümer-Phase nervt extrem.  

 

Meine neue Schrittzähler-Uhr behauptet, dass mein Weg zum Südbahnhof aus weitaus weniger Schritten besteht als die andere Uhr behauptet. Ich werde heute Abend noch einiges zusammenlaufen müssen, denn bei dem absoluten Sch***-Wetter heute bin ich mittags nicht raus gegangen, zumal ich schon wieder friere und noch immer grässlich verrotzt bin.

Immer noch viel Luft nach oben - aber Aufgeben is nich! 

 

Inzwischen habe ich meinen Schweinehund ausgeführt. Eine halbe Rosistenrunde andersrum, denn ich bin in Frankfurt-Louisa ausgestiegen, weil ich unbedingt mal eine andere Strecke ausprobieren wollte. Wäre diese nicht gerade ein Schleichweg, hätte es schön dunkel, lauschig und einsam sein können...

 

Mi, 08Jan2020 - Tag 2

 

 

Total gerädert verließ ich um 05:30 Uhr mein Bett, fütterte meine über Verhungerung und Verwahrlosung klagenden Kater und beschloss, noch vor dem ersten Eimer Kaffee mein Gewicht zu überprüfen.

Wow - 1,8 kg weniger als gestern... Unglaublich! Angesichts der vielen gestrigen Pinkelpausen habe ich wohl sehr viel Wasser verloren. Aber immerhin :-)

 

Beim Zubereiten meiner Unterwegs-Mahlzeiten wurde es mir plötzlich schwarz vor den Augen. Kreislauf...? 

Nope. Mein kleiner Freund (das mit einem Blutzuckersensor gekoppelte Messgerät) meldete aufgeregt einen hypoglykämischen Alarm. MistMistMist, ich MUSSTE dringend Kohlehydrate zu mir nehmen. Nach 50 g KH!!! erreichte ich gerade mal einen Wert von 60 mg/dl. Sehen konnte ich wieder richtig, aber meine Beine waren total kraftlos. So konnte ich weder Schritte absolvieren noch anschließend zur Arbeit fahren, daher verschob ich meinen Abgang und nahm zur Abwechslung ein sehr großes Glas Saft zu mir. Es ging mir trotzdem weiterhin sehr schlecht. Nach einer weiteren Stunde frustraner Versuche, meinen Blutzucker wieder in einen halbwegs normalen Bereich zu bringen, meldete ich mich krank...

Offensichtlich habe ich es gestern geschafft, durch almost no carb und sehr viel Bewegung sämtliche Kohlenhydratspeicher in den Muskeln zu leeren, die jetzt wieder aufgefüllt werden wollen.

Was für eine Niederlage. 

 

Später stabilisierte sich mein Blutzucker auf halbwegs ordentliche Werte, so dass ich mich aus dem Haus traute und mit meinen total schlappen Beinen ca. 4800 Schritte lief (einmal um die Rosistengärten). Eine nette kleine Runde, wobei das Wetter freundlicher hätte sein können. Es nieselte hässlich. Danach war ich total fertig  und schlief in meinem Schreibtischsessel ein, so dass ich mich und die noch immer sehr lästige Erkältung ins Bett legte und warm zudeckte. Meine beiden Piratenkater bewachten meinen langen Schlaf... Danach raffte ich mich nochmals auf und lief eine kleine Runde um den Block, wobei meine Uhr keinen der mühsamen Schritte aufgezeichnet hatte. So lahme Beine hatte ich schon lange nicht mehr... und auch nicht so viel Durst. Dieser hing, wie ich heute gelesen habe, mit dem verstärkten Eiweißkonsum  zusammen.

Das Highlight dieses trüben Tages war das Abendessen - drei Puten-Ministeaks und ganz viel Brokkoli. Superlecker und vor allem schön heiß. Ich hatte extra mehr Brokkoli gekocht und Ministeaks gebraten und bastelte daraus vor dem Schlafengehen mit etwas Skyr, Brokkoli-Kochwasser, Chilisalz, Pfeffer und Zitronensaft einen Salat für das Mittagessen am dritten und letzten Proteintag. Und fiel total erschöpft ins Bett, in dem ich wiederum kaum schlief.

Fazit dieses scheußlichen Tages: Da ist noch viel Luft nach oben...

 

Di, 07Jan2020 - Tag 1

 

Hell's Point  has begun!

 

Für diese dreiste Verunglimpfung von Healthpointe (nein,  bisher noch keine Pointe im eigentlichen Sinne - das Programm heißt nun einmal so) kann ich nichts, das war Ines' gute Idee. Hell's Point, mein Schmelztiegel. Möge  das Fett meinen viel zu dicken Körper in einem steten Strom verlassen, auf dass viele, viele Muskeln zurückbleiben. Vorausgesetzt natürlich, dass ich die 10000 Schritte/Tag schaffe... 

Es liegt einiges vor mir. Glücklicherweise ist die Beklommenheit der letzten Tage verschwunden. Zwar habe ich noch keine Ahnung, wie sich die neue Ernährungsform (Low Carb) und insbesondere die drei initialen Proteintage mit meinem Zwangsgatten Mel vereinbaren lassen. Es wäre zu ärgerlich, wenn mich der blöde Typ (1 Diabetes) mit Unterzuckerungen dazu zwingen würde, die Proteintage, die der Leerung der Kohlenhydratspeicher dienen, ad absurdum zu führen. 

Aber ich mache das jetzt einfach, ziehe diese Ernährungsumstellung  irgendwie durch. Diese Herangehensweise mit Versuch und Irrtum, Learning by Doing/Suffering ist mir vertraut und war in der Vergangenheit zumeist von Erfolg gekrönt. 

 

Proteintag 1 - das Frühstück
Proteintag 1 - das Frühstück

Gurke und Ei sollte es zum Frühstück geben. Da Gurke mein absoluter Erzfeind ist, habe ich gleich improvisiert und einen halben unschuldigen Zucchino geraspelt und das gekochte Ei in Tateinheit mit Chilisalz, ein wenig Zitronensaft, frischem Oregano und Schnittlauch hinzugefügt und durchziehen lassen, bis ich im Büro war. Ungewöhnliches Frühstück, aber lecker. 

 

09:55

Magen an PM:

Der Appetizer war ja ganz lecker, aber wo bleiben meine zwei Brötchen?

 

PM an Magen:

Friss diese Käsewürfelchen! Stündliche Minisnacks bis zum Mittagessen!

 

Magen (knurrig)  an PM:

WTF?

 

 

11:20, diverse fettarme Käsewürfelchen später

Mel zeigt mir seinen Stinkefinger, indem er meinen Blutzucker trotz einer vorsichtigen Insulingabe zwischendurch kontinuierlich steigen lässt. Einerseits könnte das Frühstück (Umwandlung von Proteinen in Glucose) dafür verantwortlich sein, andererseits aber auch die prophylaktische Verringerung der Basaldosis. Oder die gemeine Erkältung, ganz bestimmt aber die relative Mondfeuchte.

Mein Magen brummelt vor sich hin. 

 

 

Mittagspause - 3400 Schritte. 

Das Essen habe ich auf später verschoben, weil der Blutzucker noch immer zu hoch ist und ich im Moment auch keinen Hunger habe, weil ich mich am Licht sattgegessen habe :-)

 

 

MistMistMist, nun musste ich doch einige Kohlehydrate zu mir nehmen... das ist richtig dumm gelaufen. Die schnellen 3400  Schritte unterstützten natürlich das zur Korrektur gespritzte Insulin in seiner Wirkung. Nach dem strammen Marsch zeigte mein Blutzuckerlesegerät einen zu guten Wert und einen  bedrohlichen Pfeil in den Abgrund. Obendrein verwickelte mich QA in eine Diskussion und eine wichtige Telefonkonferenz mit unserem Kunden Amipharma stand kurz bevor. Also blieb mir nichts anderes übrig, als 330 ml Fanta in mich hineinzukippen, denn ich wollte keine fiese Hypo während der TC mit Frau  Amipharma riskieren, zumal ich nicht abschätzen konnte, wie lange diese dauern würde. 

 

Danach war der Blutzucker wiederum zu hoch - es hätte auch weniger Fanta gereicht. Hinterher ist frau immer klüger...

Die noch fehlenden Schritte bin ich nach Feierabend erfolgreich gegangen. Nachdem sich obendrein die Herausforderung, neben meinen No Carb Pilzen  mit Schafkäse zusätzlich eine "normale" Mahlzeit für meinen hereingeschneiten Filius zu kochen, meistern ließ, bin ich nach noch ein bisschen Haushalt erschöpft in meinem Bett verschwunden. Tag 1 habe ich schon einmal geschafft und mich darüber sehr gefreut. Geschlafen habe ich trotzdem nur sehr bescheiden...