Fr

01

Sep

2017

Ein Leben lang und darüber hinaus

 

 

So ähnlich hieß ein Beitrag im Fratzbuck, den ich gerade gesehen habe. Er zeigt Hunde und ihre Menschen zu Beginn und Ende des Hundelebens. Ich habe angesichts dieser Fotos nicht nur ein Tränchen verdrückt und intensiv an unseren Robin Hund gedacht. Und nicht nur an ihn.

 

Am 1. September 1996 kam er zu uns, an Bennis 9. Geburtstag. Es war ein wunderschöner Altweibersommersonntag. Meine Eltern und meine Oma kamen zu Besuch, nachdem wir den kleinen Welpen von seinem Bauernhof in Ilbenstadt abgeholt hatten. Das friedliche Bild, wie meine Oma auf unserer Gartenbank die späten Sonnenstrahlen genoss und der kleine Welpe  nach seinen ersten aufregenden Abenteuern bei uns  unter der Bank schlief, hat sich in meine Seele eingraviert.

 

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Fr

16

Jun

2017

Die guten Gärtner

Soll ich jetzt den Rasen mähen oder nich...

 

 

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Mi

14

Jun

2017

Dem Morgen blüht

heute früh allerhand. Die Trichter winden, Diplomdämchen posieren, fühlen sich anmutig am Katzennetz rankend zu Höherem berufen. Petunien in weiß und lila, hier und da ein bisschen Geranienrot, Wandelröschen wechseln das Programm. Die blaue Blume überwiegt jedoch. Lobéliet, ihr treuen Männer! Rosmarin und Minze duften. Noch halten sich die Flugzeuge und Laubstaughustsauber zurück, ich genieße die Stille. Jurij und Joschij kauen zufrieden ihr Gras und ich betrachte das Idyll noch sehr vertrieft über den Rand meines ersten Kaffeeimers des Tages hinweg, frage mich, wann die gewundenen Trichter blühen und was aus meinen selbst gezogenen Pflänzchen werden wird – ebenfalls blaue Blümchen, so hoffe ich. Vielleicht habe ich sie zu spät gesät, es war viel zu lange kalt in diesem Jahr.

 

Ich liebe diese frühen Sommermorgen auf dem Balkon, versuche, an der großen blauen Tasse nippend Koffein in Motivation umzuwandeln und freue mich über meine gestreiften Piratenkater, die neugierig den Ausblick genießen und Nachbarn begaffen.

 

Gerade denke ich, wie wohltuend dieses stressfreie Intermezzo auf dem Balkon im Gegensatz zum morgendlichen Internetsurfen mit all den lauten Katastrophen ist, als mein Pirat Jurij wieder einmal einen Blick aus seinem einzigen Auge vom Balkon aus ins Wohnzimmer werfen will. Eine Tätigkeit, die ihn begeistert, besonders, wenn er seinen rot-weiß-gestreiften Kumpel im Zimmer beobachten kann. Heute früh besteigt er das Fensterbrett von der rechten Seite aus, er wählt also eine andere Perspektive. Was für ein aufgewecktes Kerlchen! Er haut seinen Enterhaken in den Blumenkasten vor dem Fenster, versucht, seinen Lebensmittelschwerpunkt nachzuziehen und reißt mit einem feuchtschwarzen Krawummmms das Teil vom Fensterbrett…   

 

 

 

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Di

06

Jun

2017

Dos Kelbl (Sagres)

Der stürmische Wind der Felsalgarve im Südwesten Portugals klingt noch immer in meinen Ohren, so wie das Lied, das mir die allgegenwärtigen Schwalben in Sagres in den Kopf gesetzt hatten. Es war gut und richtig gewesen, dieses Jahr das WGT zu schwänzen, auch wenn es mir leid getan hat, nicht mit Ines und den beiden Krefelder Grufties Blödsinn zu verzapfen. Ich war schlicht und ergreifend viel zu erschöpft und ausgelaugt von den stressigen letzten Monaten, meiner Jobsituation (ich arbeite permanent für zwei bis drei) und nicht zu vergessen dem anstrengenden Zahnspaß in Leipzig. Fast hätte ich auf meinen Abflug verzichtet, so müde war ich. Keine Lust zum Packen am Vortag, viel lieber wollte ich meinen Urlaub mit meinen Katerchen in meiner Sofaecke verbringen und einfach gar nichts mehr tun. Das habe ich mir glücklicherweise dann doch noch anders überlegt, in Windeseile sehr konfus gepackt und gerade noch rechtzeitig den Flughafen erreicht.

  

Why don't you have wings to fly with

Like the swallow so proud and free?

 

Nein, ich bin keine Schwalbe. Eher ein flugunfähiger Dodo. Wie flugunfähig, sollte sich gleich zu Beginn meiner günstigen Pauschalreise (schließlich hatte ich gerade erst meine Zahnsanierung bezahlt) herausstellen.

 

Es hätte mir etwas mehr zu denken geben sollen, dass die Flüge nach Faro mit Ryanair stattfanden. Tat es auch, teilweise. Drum kaufte ich mir einen Priority - Sitzplatz. „Bei uns sitzen Sie in der ersten Reihe!“ 1. Reihe stimmte. Das Sitzen jedoch war relativ, wobei die Beinfreiheit genial war. Nur mein hinterstes Teil fühlte sich wie ein in eine Sardinenbüchse gequetschter Wal. Teile von ihm passten nicht hinein und so hing ich in einer grotesken Haltung ziemlich unglücklich diagonal schräg schief. „Selber schuld“, schimpfte ich mich aus. „Was bin ich auch so fett.“ OK, die stolze Körpergröße von 1,87 cm hatte ich mir nicht ausgesucht. Sie kam jedoch erschwerend hinzu. Ich fragte den Purser nach einer safety belt extension. Ihm tat ich offensichtlich leid, denn er meinte, dass sie mich noch umsetzen würden, damit ich es more comfortable hätte. Kurze Zeit später wies er auf Reihe 2 auf der anderen Seite, ebenfalls mit massig Beinfreiheit, und bot mir an, mich dort niederzulassen. Erleichtert parkte ich mich außen am Fenster, denn dieser Sitzpferch war breiter als seine Nachbarn. Es bestand wieder Hoffnung, den Flug einigermaßen lebendig zu überstehen.

 

Immerhin für ganze sieben Minuten. Danach polterte ein deutscher Ehemann Ende 50 los, dass ich seinen Platz besetzte. Mein Einwand, dass ich gerade erst dorthin gesetzt worden war, prallte an ihm und seiner grimmig guckenden Ehefrau ab. „Ich bin leider zu groß und zu dick für die anderen Sitze hier…“, entschuldigte ich mich und hoffte auf ein Einsehen des Teutonen. Wütend insistierte er dem Purser gegenüber, dass sie die Plätze F und D gebucht (und bezahlt! hätten) und diese nun auf der Stelle einzunehmen gedächten.

 

Unglücklich quetschte ich mich teilweise in Platz E, der genauso eng war wie mein ursprünglicher Platz. Resigniert schnallte ich mich mit dem verlängerten Gurt an. Ich hing ziemlich schief auf einer Urschbacke kauernd im Flugzeug herum. Der Rest von mir kollidierte mit der Inneneinrichtung. 3,5 h Flugzeit und wir waren noch nicht einmal gestartet. Es wurde ein grausam langer und sehr schmerzhafter Flug. Trotzdem fielen mir immer wieder die Augen zu, denn ich war total erschöpft. Als ich irgendwann einmal blinzelte musste ich feststellen, dass die verkniffen blickende Ehefrau rechts neben mir nichts Besseres zu tun hatte, als mit ihrem Handy „Selfies“ von mir unglücklichem Häufchen (?) Elend anzufertigen. Das auffällige Türkis meines T-Shirts leuchtete mir provokant entgegen. Ich wollte wütend meine Persönlichkeitsrechte geltend machen, brachte aber leider keinen Ton raus. Meine Zunge klebte an den neuen Zähnen. Solche wie ich passen nicht in die hämisch-egoistischen Schubladen dieser RechtundOrdnungsbürger…

 

Beim Verlassen des Fliegers nutzten sie ihre Ellbogen und preschten im verbissenen Sturmschritt zum Gepäckband.

 

Ich hingegen war froh, mich trotz allem überhaupt noch bewegen zu können und verschwand erst einmal in der Toilette. Dass mir beim Verlassen derselben ein im Weg stehender Türrahmen meinen noch recht jungen Glucosesensor abriss, war eine weitere kleine Imponderatte, die mich in meinem übermüdeten „Jetzt erst Recht – Modus“ bestätigte. Richtig so - meine Reisetasche war die erste, die das Gepäckband ausspuckte. Grinsend hüpfte ich vor allen anderen mit meinem übersichtlichen Tross zur Autovermietung und nahm Kurti, mein weißes Windei, in Empfang. Die 120 km Fahrt von Faro nach Sagres verliefen sehr harmonisch, von den Sitzpferchblessuren einmal abgesehen. Ich war später im Hotel erschüttert, als ich die weitläufigen Hämatome meiner Kehrseite und Oberschenkel im Spiegel betrachtete. Mit ihnen und dem malträtierten Rücken sollte ich in den Folgetagen noch richtig viel Spaß haben. 'Scheiß was druff, jetzt ist Urlaub', freute ich mich und konnte meine Augen kaum vom allmählich in der Nacht verschwindenden Atlantik lösen.

 

Am nächsten Morgen beglückte mich wiederum die unglaubliche Aussicht. Schräg über dem Balkon meines doch recht verwohnten Apartments entdeckte ich ein Nest, das unermüdlich von Schwalben angeflogen wurde. Später begegneten sie mir immer wieder. Vor allem während meines langen und sehr windigen Spaziergangs rund um das Kap, auf dem sich die Fortaleza von Sagres befindet, habe ich ihre Flugkünste bewundert.

 

High above him there's a swallow

Winging swiftly through the sky

 

Seitdem ist Donna, Donna (Dos Kelbl) in meinen Kopf zu Hause.

 

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Mi

19

Apr

2017

Vivo

"En las profundidades del invierno finalmente aprendí que en mi interior habitaba un verano invencible."

 

Albert Camus

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Di

20

Dez

2016

20. Dezember 2016

 

Die Sonne scheint trotz allem. Ihr ist es scheißegal, ob sich die Menschheit aus Dummheit selbst ausrottet. 

 

Der Erde ist das nicht gleichgültig. Vielleicht ist ohne uns Menschen die Achtung vor dem Leben irgendwann wieder möglich. 

 

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So

18

Dez

2016

Einen friedvollen 4. Advent

 

uns allen!

Mo

14

Nov

2016

Lost...?

Schlaffe Arbeitskraft, dicht gedrängt

eingepfercht in ein Abteil

Freiraum ist Vergangenheit

Der Montag schreddert das Lebendige

zu grauer Resignation

 

Endlich ein Halt, kaum Motivierte strömen hinaus

Und ich finde eine Ecke für mich

lechze nach dem Draußen hinter Glas

und Harmonie in meinen Ohren.

 

Kobalt über rostroten Schemen

hier und da ein wenig Grün

Lautlos schweben gelbe Blätter

und Raureif ruht auf stillen Flächen.

Weiß mit wenig schwarz schnuppert kühle Sonne

und bewedelt würdevoll sein Mäuerchen

 

Noch zwei Stationen

Ausblick vor dem Outlook

Farben tanken

Melodien ankern.

Lasst mich nicht allein, ihr Töne

Schützt die Zuflucht

in meinem Kopf

 

 

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Mi

09

Nov

2016

There's always hope

Even today.

 

Although Donald Duck, sorry, Trump, was elected the next Mr President of the United States...

 

Kyle Woolard from the Anatomy of Frank wrote the following on Facebook today after the guys from Charlottesville, Virginia,  just had returned from their long tour through Europe:

 

"The words "bittersweet homecoming" come to mind.

Just know that if you are queer, trans, non-white, non-Christian, unamerican, or just not an asshole, you always have a place with us. You don't have to buy our CDs if you don't want to, but just know that we love you dearly. Our hearts go out to everyone who is hurting today.

We feel extremely fortunate to be in a career where both our fans and colleagues are largely so enlightened, introspective, inclusive, and progressive. We are in this game because of you, and we are so very grateful.

And yes, this is a political post from us. Donald Trump fucking sucks.

 

Love,
Kyle"

 

And that's what I had to answer him:

 

"I still remember your words at the Colos-Saal in Aschaffenburg, Germany, in April... you told us, the audience, that you were ashamed of the presidential candidate Trump being an American like you (of course you are not like him because you are NOT AT ALL an asshole!).
In spring I couldn't imagine this nightmare coming true. Even yesterday I couldn't. Today I don't want to. I grieve for this world, for countries like yours and mine not being adult and enlightened enough for democracy.
I thought of you this morning when I read who became President of the US. Feeling sincere gratitude that there are still Americans like you guys. Or Viggo Mortensen. And other people characterized by deep humanity. We all need you more than ever.
Thank you for your words and for your music, Kyle. Hope to meet you again when you return to Germany.
Donald Trump fucking sucks.

Nevertheless:
Love and Peace for our World,
Regina"

 

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So

06

Nov

2016

Novemberfarben

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Di

01

Nov

2016

Gutter

 

They crawl out from the dark
Permeate through my door
Float in the hallway
Slowly blend into the walls

In the shadow of my grief
I can hear whispered sounds
Feel a cold breath on my skin
Here they come
To assert their rights

The fear is what I need, what I need to believe
The fear is what I need, what I need to feel

And so i dragged myself
Into this gutter of mine
Where shades of prey
Feed on my soul

I crave to commit my words
To the book of stifled cries
I fell down so long ago
I don't remember now

The fear is what I need, what I need to believe
The fear is what I need, what I need to feel

 

And so i dragged myself
Into this gutter of mine
Where shades of prey
Feed on my soul

 

Mariusz Duda, Lunatic Soul

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Mo

03

Okt

2016

Ich bin Wessi

und kann nix dafür.


Dafür ist aber meine Freundin und Partnerin Ines Ossi. Ohne Einheit könnten wir demnekst nicht heiraten, wenn wir 85 oder 90 sind. Oder schon frühreif mit 81einhalb, mal sehen.
Seit sechs Jahren bin ich regelmäßig in Leipzig; im Moment noch regelmäßiger, denn auch der Zahnarzt meines Vertrauens bohrt im Osten und das hat mein offenes Gebiss dringend nötig. Die Menschen, die ich kennengelernt habe, sind anders dort, das ist mir allerdings aufgefallen. Freundlicher, hilfsbereiter. Ihre Sprache ist auch anders - aber das trifft ebenfalls auf bayerisch und schwäbisch zu. Sächsisch kannten wir Wessis kaum, es war uns fremd. Und was der westfälische Bauer nicht kennt, das...


Es ist schlimm, dass es im Osten so viel braune Verdauungsendprodukte gibt. Aber als noch schlimmer empfinde ich es, dass alle Ossis mit ihnen in ein Klosett geworfen werden. Das haben sie nicht verdient, vor allem diejenigen nicht, die gegen den braunen Mob kämpfen und die sich leidenschaftlich für Flüchtlinge engagieren. So wie Ines. Meine Hochachtung dafür!


Apropos Verdauungsendprodukt - das, was schließlich dabei rauskommt, steht in ursächlichem Zusammenhang mit dem Input. Und wenn wir Besserwessis uns mal überlegen, was wir nach der Wiedervereinigung unseren ostdeutschen Schwestern und Brüdern zu schlucken gegeben haben...
Ich bin froh, dass Deutschland nicht mehr geteilt, sondern offen für Flüchtlinge ist. Darum hoffe ich, dass wir es tatsächlich schaffen, Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit zum Trotz für alle ein lebens- und liebenswertes Land zu gestalten.


Und Ines mir noch viel mehr von den Landschaften und Schätzen des Ostens zeigt, die für mich viel zu lange eingesperrt waren. Ich revanchiere mich dafür auf dieser Seite der einstigen Blechgardine.

 

Etwas ganz Wichtiges habe ich noch nicht erwähnt - die Freunde, die ich im Osten gefunden habe, allen voran die Bunkerratte Anja in Brandenburg und die Inselpiratte Nicole auf Rügen. Durch den Ausstausch mit euch wird für mich das Leben "in der DDR" lebendig und erweitert meinen Horizont ungemein Ganz abgesehen von dem anderen Blödfug, den wir hoffentlich weiterhin miteinander teilen.

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So

22

Mai

2016

Captain Fantastic

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So

24

Apr

2016

1915

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Di

19

Apr

2016

Árstíðir featuring Kyle Woolard - Ljóð í sand

Es lebe die Unvernumpft

 

oder

 

Kurztrips mitten in der Arbeitswoche nach Aschaffenburg ins Colossaal lohnen sich umpetinkt :-)

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Do

24

Mär

2016

Welcome to your life

Welcome to your life – that’s how it felt last night.

Sunrise Avenue with Wonderland Orchestra yesterday at Festhalle Frankfurt was already the second event of this tour I had the luck to join. First, I saw the Finnish guys in Leipzig and I enjoyed the performance with Wonderland Orchestra very much. It was amazing. However, what happened last night was more than overwhelming and I fear I don’t know enough words in whichever language to describe what we experienced in this beautiful location.

 

After the horrible terror attacks in Brussels only one day before and those harming Paris last year in November, there were moments I queried attending a concert in such a big location. But – if we do no longer dare to enjoy the music we like, to do whatever we want, the terrorists already have won.


And there were moments during the concert I vividly imagined the situation in the Bataclan in Paris last year when the terrorists shot people enjoying peacefully their concert – just as we were doing yesterday. This imagination scared me so much although my ideas how it might have felt for the victims would never come close to their brutal reality.

 

However, these thoughts of panic don’t help anybody – neither the victims nor us, the audience of this gorgeous event. The victims deserve never to be forgotten. And – life in Europe is not safe. That’s a fact. Nevertheless, I decided to follow Niila’s advice to forget all sorrows and everyday concerns during this event and to enjoy…

 

Thank you guys so much.

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Sa

09

Jan

2016

You amazing guys from Israel

Thank you so much for your three December concerts in Berlin and Krefeld. I had the great luck to see

 

Moran Magal, Yossi Sassi and Orphaned Land

 

in the course of only two weeks during the last month of 2015.

 

Oriental Metal Rulez!

Moran Magal, Café Rote Beete Berlin, 10DEC2015

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Sa

14

Nov

2015

We are not afraid

„Und lasst Euch keine Angst einreden. Selbst wenn im Jahr 10 solcher Anschläge im Jahr bei uns stattfinden sollten, ist das nichts im Vergleich zu den Lebensrisiken, die wir tagtäglich ohne Zögern in Kauf nehmen. Angst hat bisher immer die schlechtesten aller möglichen "Lösungen" erbracht.“, schreibt Karl Rinast. Und verlinkt Pete Seeger mit „We shall overcome“ dazu.

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Sa

31

Jan

2015

Gestern wie heute?

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Sa

22

Feb

2014

Wieder unterweks!



Allein zu reisen hat für mich einen ganz besonderen Zauber. Die Intensität der Eindrücke ist ungleich heftiger ohne Begleitung, ihre Verarbeitung jedoch viel schwieriger, weil niemand da ist, der (diese Aufgabe)  mit mir teilt. Und doch - ich möchte es nicht missen, immer mal wieder, wenn es sich so ergibt und ich nicht mit meiner liebsten (Reise-)Partnerin Ines unterwegs sein kann.


Hindenburgdamm die Zweite - Good bye, Nordsee, ich werde das Meer vermissen. Drei Tage ist es her, dass eine vom Sunrise Avenue Konzert in Hamburg völlig übernächtigte und überwältigte Piratte auf diesem Weg Sylt enterte...


Einfacher wäre es natürlich gewesen, wenn ich beizeiten zu meinem Wunsch, Sunrise Avenue live und in Farbe zu erleben,  gestanden und mir 1 Ticket für Frankfurt gekauft hätte, als es noch welche gab. Aber das wäre nicht nachtlichttüpisch und folglich zu einfach gewesen... der Abstecher nach Sylt hätte dazu auch nicht so richtig gepasst.


So lebendig wie in den letzten fünf Tagen war ich schon lange nicht mehr. Die bedrohliche Situation nach dem  Verlust meines Arbeitsplatzes, der Stress mit dem Arbeitsamt und die anstrengende Suche nach einem neuen Job hatten mich schon ganz schön gebeutelt.  Um so größer war die Freude, als ich eines Freitags Ende Januar von Pablo from UK die Zusage erhielt, dass ich einen neuen Job habe. Zur Belohnung suchte ich im wörld wörst web nach Restkarten für Sunrise Ave und wurde in Hamburg fündig - yippieh. Hinter mir das Elend, vor mir aufregende Herausforderungen in einer neuen Firma - also erst mal frischen Wind um die Nase, überwältigende Eindrücke, tiefe Gefühle, übermütiges Gelächter. Und tiefschürfende Dialoge mit mir selbst während meiner stundenlangen Fußmärsche...


Los ging's dienstags morgens. Freudestrahlend und aufgeregt wie ein Teenie enterte die Piratte den ICE in die Freie und Hansestadt. Der Trip gestaltete sich kurzweilig und so hüpfte ich bereits gegen 13:30 Uhr gespannt aus dem Zug. Meine günstige chinesische  Absteige  in St. Georg hatte ich nach wenigen Minuten zu Fuß  erreicht. Die Suite war genauso marode wie skurill. Es hätten locker 6 Erwachsene dort übernachten können, wobei das 1. (Durchgangs-)Zimmer fensterlos finster war. Dafür drang viel Licht aus dem Flur durch den Türspalt. Einigermaßen zu war die Tür nur im abgeschlossenen Zustand. Immerhin wurde mal renoviert - überall weiße Farbspritzer. Die Elektrik war noch nicht bzw. nicht mehr ganz fertig installiert, aber das alles störte mich nachmittags noch nicht.

Es drängte mich nach draußen - Hamburg, da bin ich :-) Ich flanierte zunekst an der Außen-, dann an der Binnen-Alster, nutzte die Hochbahn, um zu den Landungsbrücken zu kommen und inhalierte in tiefen Zügen große weite Welt. Und bekam Fernweh. Schade, dass der alte Elbtunnel wegen Reparatur geschlossen war, den hätte ich gern noch mal von innen gesehen. Die Zeit verging schnell, drum kaufte ich mir flott meinen traditionellen Begrüßungspudding und ein paar Buddel Limo und stärkte mich in meinem chinesischen "Hotel", bevor ... Herzklopfen... Sunrise Avenue.... Samu... echt jetz?!!!  Hilfe!

Der Weg zur  O2 World war ein langer und beschwerlicher, große Teile mussten zu Fuß bewältigt werden. Schmatzfon sei Dank war die Orientierung zu schaffen.

 

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Sa

15

Feb

2014

Dark times

 

 

During those dark days in December

when I was drowning in despair

having lost my job

being forced to keep working nevertheless

until the very end

I found someone

who brought light into my darkness

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Di

03

Dez

2013

Schreibblockade...? Vorübergehend!

 

Drei Monate sind ins Land gezogen, seitdem Robin für immer gegangen ist. Es tut noch immer furchbar weh. Er fehlt mir so sehr... Und doch - ihm geht es gut jetzt, seine liebe Seele hat ihren Frieden gefunden. Das tröstet mich ein wenig. Gleichwohl ist die Lücke, die er hinterlassen hat,  riesengroß.

 

Nach seinem Tod Anfang September war die Wohnung  leer und tot, wenn ich nach Hause kam und die Einsamkeit lähmte mich zunehmend. Trotzdem – er hätte nicht gewollt, dass mich sein Verlust und die Trauer um ihn krank machen.

 

Gerade noch rechtzeitig, bevor eine bleischwere Depression mich handlungsunfähig machen würde, schaffte ich es, einen Wunsch zu formulieren: Ich möchte zwei Kater oder ein Katzenpärchen aus dem Tierheim haben…

 

Und so fasste ich meine Sprachlosigkeit in einer Mail an Tiere in Not, Odenwald, in Worte...

 

Das war mein erster Schritt in die bedingungslose Kapitulation. Inzwischen haben mich die beiden frechen Piratenkater Jurij und Joschij längst gekapert und arbeiten hartnäckig an meiner Erziehung. Wie das alles - vollkommen unverbindlich natürlich - begann und weiterging, zeigen diese Einträge...

 

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Mi

04

Sep

2013

Warum so plötzlich...?

 

 

Es tut so unendlich weh. Zeitweise habe ich das Gefühl, dass ich es überhaupt nicht ertragen kann, den Schmerz nicht aushalte - aber ich weiß, dass ich es kann, es ist ja nicht das erste Mal, dass ich mit einem derart schwerwiegenden Verlust fertig werden muss. Dennnoch fange ich erst heute an, die Tragweite zu ermessen - dass Robin wirklich nicht mehr da ist, dass dieses "Nie mehr" tatsächlich für immer ist. Gestern überwog noch die Erleichterung, dass er sich nicht mehr quälen muss, dass wir mit der Tierärztin nicht erst diskutieren mussten - sie hat nach ein paar erklärenden Sätzen und einem Blick in mein Gesicht verstanden. Und uns voller Empathie geholfen, Robin friedlich einschlafen zu lassen.

 

Benni und ich, seine Familie, waren ihm bis zum Schluss ganz nah. Ich hatte meinem Hund schon vor langer Zeit versprochen, ihn niemals im Stich zu lassen...

 

Warum musste das jetzt so plötzlich sein?

 

Der akute Anlass ging weder von mir noch von Robin aus, denn ihm ging es so gut oder schlecht wie schon die ganze letzte Zeit.

 

Montag war ein heiterer Tag, obwohl ich nach zwei Wochen im Empfangssekretariat noch weiteren zwei Wochen Vertretung (dieses Mal der anderen Sekretärin) nicht ganz so motiviert entgegensah. Bis mich unsere Chefin zum Gespräch in ihrem Zimmer hinter verschlossenen Türen bat – kein gutes Zeichen. Sie kam dann auch gleich zur Sache. Es ging um Robins Inkontinenz, die für die Teppichböden in der Firma nicht mehr tragbar war. Irgendwo war es mir auch vorher schon klar, dass die diversen kleineren und leider auch größeren Vorkommnisse mit Sicherheit nicht unbemerkt geblieben waren, aber ich wollte es mir aus Angst vor den Konsequenzen nicht eingestehen. Meine Chefin hat es mir freundlich gesagt, mit Anteilnahme, ich hab ihre Sichtweise auch verstanden. Sie bat mich, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden, schlug Windeln für den Hund vor oder eine Betreuung außerhalb der Firma. Beide Möglichkeiten hätte Robin nicht toleriert. Die Sache mit den Windeln hatte ich vor Rügen schon versucht, das ging ganz und gar nicht. Und ohne mich konnte und wollte Robin nicht mehr sein. Allein bei Benni, seinem Bruder, wäre es möglich gewesen – aber Benni muss ja auch arbeiten…

 

Für mich brach nach diesem Gespräch meine Welt zusammen. Benni und ich haben abends lange geredet, über Betreuungsmöglichkeiten für das arme Rentnerlein nachgedacht, die er jedoch allesamt nicht toleriert hätte. Wir waren in die Enge getrieben, in eine Enge, aus der es nur noch einen einzigen, finalen Ausweg zu geben schien. Es bestand einfach keine Hoffnung mehr auf Besserung seines senilen, inkontinenten Zustands, der Verfall war nicht mehr aufzuhalten. Wenn ich nur irgendeine (finanzielle) Möglichkeit gesehen hätte, meinen Hund zu Hause bis zum Schluss zu betreuen – ich hätte es getan. Wobei ich aber auch keinen Schrecken ohne Ende für uns beide hätte haben wollen. Irgendwann wäre der Tag gekommen, an dem ich die Entscheidung, Robin weiteres Elend zu ersparen, hätte fällen müssen.

 

Und so haben Benni und ich beschlossen, nicht mehr zu warten, obwohl mir meine Chefin keinen zeitlichen Druck gemacht hatte. Eine solche Aufschiebesituation hätten wir nicht ertragen und ich denke, auch Robin hätte unsere Anspannung gespürt.

 

Es war eine sehr lange, qualvolle Nacht, in der ich mich gefragt habe, ob ich das einfach darf – Robins Leben beenden zu lassen. Ich hatte so einen Horror davor, dass die Tierärztin sagen würde, dass sein Zustand noch nicht final sei. Einerseits hätte ich mich gefreut, wenn wir Robin wieder mit nach Hause hätten nehmen können – aber was dann? Diese Ungewissheit hat mich zermürbt, während Rentnerlein grunzend pofte. Er hatte sich an seinem letzten Abend seinen Bauch noch einmal sehr ordentlich vollgeschlagen und war von meiner spendablen Großzügigkeit begeistert.

 

Gestern Morgen bei der Tierärzin führte er sich dann so auf wie „Robin auf Besuch“ – er fand das Ganze spannend, wirkte heiter und gelassen. Und hat uns bis zum Schluss vertraut.

 

Ich weiß, die Entscheidung war richtig, aber es tut so unermesslich weh. Ich hatte niemals einen besseren, einen treueren Freund und Kumpel als Robin. Er hat immer zu mir gehalten, egal, welcher Beziehungsversuchsirrtum schief gegangen, egal welche Kacke am Dampfen war. Er hat mich trotz meiner zahlreichen Macken geliebt, einfach so wie ich war.

 

Und ich werde diesen Hund immer lieben.

 

Mich tröstet es, dass Robin ein Schrecken ohne Ende, aber mit viel Leid erspart geblieben ist. Er wirkte bis zum letzten Tag zufrieden mit seinem kleinen, wenn auch schon sehr eingeschränkten Leben. Ich bin so froh und glücklich, dass wir noch diese intensive Zeit auf Rügen zusammen verbringen konnten, in der er richtig aufgelebt ist. Und sie zu genießen wusste, das Schlitzohr.

 

Möge seine liebe Seele ihren Frieden gefunden haben.

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Di

03

Sep

2013

Sonnentanz

 

 

Sonnentanz

im herbstlichen Fell.

Wir sind auf dem Weg

 

Schnauze und Pfote

an meiner Schulter.

Warmer Atem

liebkost mein Ohr.

Pfoten zucken im Traum

und ich halte dich fest,

wiege dich

 

Ein Seufzer -

nach und nach weichen

Mühsal und Schmerz.

Unbefangen lässt du dich hinübertragen

Schläfst friedlich ein, bevor

 

deine Wärme geht.

 

 

3. September 2013

 

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Di

27

Aug

2013

Frühes Rot

Verkehr durchtost
das Morgengrau
aus Asphalt und Himmel.
Die Ampel
bekennt Farbe

Dunkelbraun das Fell,
schneeweiß ein kleiner Bauch.
Den Rücken umrahmt ein buschiger Schwanz.
Gekrümmte Pfötchen vor der Brust -
als wollten sie es halten
das kleine Leben
jenseits vom blutigen Brei
aus Herz und Nieren

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Di

27

Aug

2013

En boca cerrada no entran moscas

 

In einen geschlossenen Mund dringen keine Fliegen ein - eine schöne Umschreibung für „Schweigen ist Gold“.

 

Auf der einen Seite muss nicht gleich jeder Pups gebloggt werden, denn die Welt kann auf unnötige, selbstgerechte Flatulenzen gut und gern verzichten.

 

Auf der anderen Seite jedoch kann aus impulsiven, zuvorkommenden Kommentaren zu einem interessant erscheinenden Artikel schnell auch ein Griff ins Klo werden…

 

Wie armselig muss ein Blogger sein, der tagelang in selbstherrlichen, selbstgerechten Blogartikeln gegen mich zufällig reingestolperte Leserin agitiert, die dumm genug war, einen für sie interessanten Artikel zu loben? Die lawinenartigen Verbalinjurien als Reaktion auf dieses Lob waren … vorsichtig ausgedrückt sonderbar.

Zuviel Olibanum benebelt...
Zuviel Olibanum benebelt...

„Man kann eine psychische Erkrankung als solche akzeptieren, man muss aber trotzdem nicht jedes dadurch bedingte oder darauf geschobene (?) Verhalten billigen.“, kommentierte ein kluger Mensch diese Vorkommnisse.

 

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

 

Möge jener Blogger weiterhin im eigenen Saft schmoren, in seiner Selbstbeweihräucherung schwelgen und langweilen, wen auch immer er will –

[                                                                                     ].

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So

18

Aug

2013

Reif für die Insel

 

 

bin ich nach dieser Reise noch viel mehr als vorher - Rügen ist überwältigend schön und ich möchte diese Insel unbedingt noch viel näher kennenlernen.

 

Dieser Urlaub war ausgesprochen anstrengend, denn schließlich wollte mein reichlich verpeiltes Rentnerlein angemessen behütet und bekurt werden, was zum Glück und dank Ines liebevoller Unterstützung gelungen ist.

 

Nun sind wir seit einer Woche wieder zu Hause und arbeiten fleißig *räusper* - insbesondere der Seniorchef, der die ungestörten Tiefschlafphasen im Büro ohne anstrengende Physiotherapieunterbrechungen zu genießen weiß.

 

Zeit genug, die eine oder andere Begebenheit Revue passieren zu lassen :-)

 

 

 

Gruftgeflügel bei Schloß Spyker
Gruftgeflügel bei Schloß Spyker
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Mo

01

Jul

2013

17!

Anfang September 1996

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Mi

26

Jun

2013

Lebens-müde?

 

Mein kleiner Kumpel Hund ist erschöpft. Viel geschlafen hat er schon immer, schließlich gehört das zum Wesen eines ordentlichen Hundes, der die meiste Zeit des Tages (so lange nichts Spannendes geschieht) in einem dösigen Stand by - Modus verdümpelt, unbedingt dazu.

Mit meinem Rentnerlein ist es inzwischen so, dass er – wenn er wach ist und sich nicht gerade um Nahrungsbeschaffung kümmert – fast schon im Stehen einschläft. Seine langsam aber sicher erblindenden Augen fallen ihm einfach zu, er schwankt und fällt oft einfach um. Oder er steht da und lässt seine Pfoten auseinanderrutschen, um mit einem Bauchklatscher die nächste Ruhephase einzuleiten. Seine Körperspannung scheint immer mehr abhanden zu kommen. Klar, es ist für ihn anstrengend, sich auf einem glatten Fußboden senkrecht zu halten – auf der anderen Seite möchte ich aber gerade diesen pflegeleichten Boden nicht missen, denn der kleine Kalkranzen lässt immer öfter unter sich… Gestern früh hatte er wohl die Absicht, sich auf dem Balkon zu erleichtern, scheiterte dann aber an der Überquerung der Türschwelle. Streckte also immerhin die Schnauze nach draußen, um ins Wohnzimmer zu pullern…

 

Heute früh wollte ich ihn dazu bewegen, noch vor dem Weg zur Arbeit sein großes Geschäft zu erledigen. Es ist für alle Beteiligten nicht schön, wenn das im Fahrradanhänger passiert; daher wollte ich mit Schlotterbacke vor dem Radeln ein wenig laufen. Davon hielt er allerdings gar nichts. Zunächst schnupperte er hier und da, dann ließ er ein Bächlein laufen und legte sich ein paar Schritte später auf den Bürgersteig. „Lauf doch selber“, schienen seine Augen mir mitzuteilen, „ich hab keinen Bock!“. Ich war hin- und hergerissen. Will er nur nicht – oder kann er nicht? Hat er Schmerzen? Bei Kleinigkeiten konnte mein Hund schon immer sehr wehleidig sein (typisch Kerl), wenn er tatsächlich ernsthaft krank war, zeigte er sich jedoch sehr zurückhaltend. Er klagt nicht. Leidet still, zieht sich zurück. Ach Kerlchen, könnte ich dich doch besser verstehen… Laufen scheint ihm gar keinen Spaß mehr zu machen. Er geht gern raus, das schon. Schnuppert eifrig, liest und postet im Hundefacebook. Aber Bewegung? Lieber nicht. Dabei ist es im Moment doch gar nicht heiß. Die alten Knochen sind wohl müde, so müde.

 

Robin sucht meine Nähe, immerzu. Tappt zu Hause erschöpft, aber stetig hinter mir her. Abends, wenn er regelmäßig unruhig wird, würde ich ihn am liebsten auf den Schoß nehmen, ihn an mich drücken – aber das findet er blöd, das darf nur Benni, sein „Bruder“. Ausführliches Knuddeln und Schmusen genießt er, drückt sich an mich, sieht mich treuherzig und oft auch leicht verloren an. Robin hört kaum noch etwas, seine Augen trüben ein – sein intensives Fühlen jedoch berührt mich zutiefst. Der Gedanke, darauf eines Tages verzichten zu müssen, tut mir unendlich weh.

 

Der Abschied rückt näher, unaufhaltsam. Und ich habe sehr große Angst davor. Noch mehr fürchte ich aber, dass Robin sich unnötig quälen muss. Hoffentlich erkenne ich rechtzeitig den Moment, ihm beim Einschlafen zu helfen…

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Di

25

Jun

2013

Wild horses

 

 

 

 

in the American West

 

 


 

Persecuted

Tortured

Jailed in concentration camps

Conveyed to death

 

History repeats.

 

 

 

 


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Di

25

Jun

2013

Nicht nur ein Zacken aus der Krone

Ma Rodes bemerkenswerter Blogartikel über die Grausamkeit Tieren gegenüber ließ mich wenig wohlwollende Gedanken zum Schicksal der Menschheit formulieren:

 

Das Problem mit der selbsternannten „Krone der Schöpfung“ schafft sich über kurz oder lang im Namen des Fortschritts selbst aus der Welt. Nicht erst seit den letzten bedrohlichen „Jahrhundert“fluten, den unglaublich heftigen Wetterextremen der letzten Jahre sollte auch dem Ignorantesten klar sein, dass sich die Natur für die brutalen Verletzungen durch Menschenhand an den Verursachern rächt. Das Weltklima hat sich bereits folgenreich echauffiert und zu teilweise paradoxen Veränderungen geführt:

 

  • Zunehmende Wetterextreme mit Wassermangel/ Hochwasser, Waldbränden, Missernten
  • Schmelzen des Eises (siehe hierzu auch Nanuq) - Anstieg der Meeresspiegel
  • Bedrohte Kulturen
  • Ausbreitung von Krankheiten
  • Verringerung der Artenvielfalt
  • Untergang von Städten (New Orleans)
  • Potenzierung des Treibhauseffektes durch Methan, das durch das Auftauen der Permafrostböden freigesetzt wird 

(Quelle: http://www.oekosystem-erde.de/html/klimawandel-02.html)

 

Daran ändern auch sämtliche sendungsbewussten ‚Brennpunkte‘, ‚ZDF aktuells‘ oder ‚Blöd war dabei‘ nichts. Die Erde holt sich zu Recht mit Gewalt zurück, was ihr genommen und missbraucht wurde. Die Krone wackelt, sie hat schon den einen oder anderen Zacken eingebüßt, sitzt schief auf der Erdkugel und wird eines Tages womöglich infolge eines exorbitanten Methanpupses abstürzen.

 

Ich wünsche von ganzem Herzen den Lebewesen, die bleiben, die unter der Menschenherrschaft keine Lobby hatten, dass sie trotz aller Verbrechen durch die Menschheit (u. a. endgelagerter Atommüll, welch Widerspruch in sich) ihre Vielfalt erhalten und in Freiheit leben können.

 

Bis es jedoch so weit ist, brauchen die Tiere mitfühlende Menschen, die sich für sie einsetzen. Das ist unsere verdammte Pflicht.

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Mo

17

Jun

2013

Voll blau ey

 

waren Himmel und Rock, als ich mich heute früh zum 1. Mal auf den Weg zur Arbeit machte. Den Rock raffte ich vor dem Besteigen des Fahrrads und knotete den Stoff vorne zusammen, um unterwegs auf jeden Fall alle beieinander zu haben - wobei Schlotterbacke, der noch in der Wochenendfrische weilt, fehlte (besser für ihn).

 

Inzwischen ist der Himmel immer noch voll blau und weit, der Rock hingegen partiell angeschwärzt und in der Klemme. Dumm gefahren ist frau, wenn das Fahrrad plötzlich aus unerfindlichen Gründen stoppt und sich weigert, weiter zu rollen. Ein Blick nach hinten zeigte, dass ich die Ausmaße des Kleidungsstücks fahrlässig unterschätzt hatte, denn einiges von dem schönen Dunkelblau , das dem dicken Knoten entgangen war, befand sich nunmehr zwischen Hinterrad und –bremse und war mitnichten willig, da wieder raus zu kommen. Rühren konnte ich mich kaum, es reichte gerade, mich, das Rad und den Anhänger auf den Grünstreifen nebenan zu schleppen, wobei das Hinterteil meines Rades gefräßig noch mehr Stoff verschluckte.

 

Und nu? So stehen zu bleiben und zu weinen fand ich beknackt, also versuchte ich beherzt, mich zu befreien - coram publico wohlgemerkt. Es blieb mir nichts anderes übrig, als auf einem Bein Verrenkungen turnend zu versuchen, aus dem havarierten Rock auszusteigen. Glücklicherweise trug ich unten drunter noch eine flotte weiße Radlerhose… Das Aussteigen gelang auch beim dritten Anlauf nicht, daher legte ich das Bike flach und mich  auch beinahe. Der Ausstieg glückte, der Rock jedoch verblieb in der Klemme. So tackerte ich mein Gefährt an den nächsten Baum, teilte meiner Firma fernmündlich und in groben Zügen mein Mißgeschick mit und stapfte im spochtlichen! Autfitt zur neksten Bushaltestelle, ließ mich schnell nach Hause fahren, wusch den rabenschwurzen Schmier von den Pfoten und stieg um – in einen grünen Rock. Mit dem sitze ich jetzt an meinem Schreibtisch und denke über das Lösegeld (schweres Gerät?) für mein beflecktes Kleidunxstück und das lahme Rad nach…

Großer Pfeil: Rock drin. Kleine Pfeile: Nicht dabei!
Großer Pfeil: Rock drin. Kleine Pfeile: Nicht dabei!
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Fr

24

Mai

2013

Klimawandel

 

 

Das kleine Wetter ist krank. Es hat sich verkühlt, schnupft und hustet erbärmlich, weint jämmerlich und schlottert unaufhaltsam, während es sich im Dunkeln fürchtet und nachts überhaupt nicht mehr stattfindet.

 

Gestern Abend beobachtete ich einen fast vollen Mond, der - sich ratlos an der bleichen Rübe kratzend - einen Frankfurter Balkon ohne definierbare Jahreszeit beschien und offensichtlich darüber nachdachte, seinen je nach Tagesform wechselnden Lebensmittelschwerpunkt in eine andere Galaxie umzurollen.

 

Ein Heer von Experten (adäquat ausgebildete Universaldilettanten) geht von der Vermutung aus, dass das kleine Wetter die Umstellung auf die globale Klimaerwärmung nicht verkraftet.

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Do

10

Jan

2013

RTL2 im Bus (voll nich politisch korreckt)

Schlotterbacke und ich standen wie jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit verpennt im Bus herum, als es kurz hinter einer Haltestelle laut und vernehmlich aus dem Vierersitzbereich hinter uns rülpste. „Sauerei“, dachte ich, während das Gegenüber des Rülpsenden sich lautstark darüber echauffierte, woraufhin der rechts von uns sitzende, schwer verlebt anmutende Bürohengst ebenfalls seine Stimme erhob, um in sein Handy zu brüllen. Die Schnapsfahne, die dabei seinem Schlund entwich, war so ekelig, dass ich abwenden musste und daher zu den Pöbelnden umdrehte. Bei dem vom Bäuerchen befallenen Zeitgenossen handelte es sich um einen jüngeren Kerl mit Migrationshintergrund sowie bollernder Jogginghose. Der Brüllaffe ihm gegenüber war deutlich älter, wirkte wie ein erfolgreicher Hartz 4 – Empfänger und wedelte mit seiner Bildzeitung wüst in der Luft herum, während er lauthals die Mutter des Börpsenden beleidigte. Diese Verbalinjurie nahm der Kerl mit zu viel Luft im Magen zum Anlass, um seinerseits über den Erzeuger des anderen zu lästern. Das Gebrüll hatte inzwischen auch den letzten vorübergehend eingeschlafenen Arbeits(un)willigen geweckt, während die Dame, die zwischen den Streitenden eingepfercht saß, den Bus wahrscheinlich am liebsten durch das Fenster verlassen hätte. Den Busfahrer rührte das Ganze höchstens peripher, denn er setzte seine übliche Känguruhfahrt (Vollgas und Vollbremsungen in schnellem Wechsel) durch das verstopfte Frankfurt fort. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Kontrahenten nahm Fahrt auf, dynamisch tauschten sie Handgreiflichkeiten aus und begannen schließlich, heftiger aufeinander einzuschlagen. Die in die Ecke gedrängte Dame forderte die beiden schreiend auf, den Streit doch bitte draußen fortzusetzen und zog sicherheitshalber den Kopf ein. Inzwischen informierte der von intermittierendem Aufstoßen Geplagte den Busfahrer über die Vorgänge, was diesen aber nicht zu interessieren schien. Der Bildzeitungsleser machte sich über dieses Vorgehen lustig und stellte fest, dass er weder etwas getan noch etwas gesagt hätte. Dabei sah er sich beifallheischend um, erntete aber noch nicht einmal Ignoranz. Endlich war es Zeit, umzusteigen, und so verließ ich mit dem Schlottertier den Bus, um im Laufschritt die Straßenbahn zu entern, froh, den Vollprolls entkommen zu sein. Ich sortierte mich, den Schlotti und die mich umzingelnde Hundeleine, sah auf und mich wiederum mit der Gegenwart der beiden Hackfressen aus dem Bus konfrontiert…

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Fr

12

Okt

2012

Kein Fall für Zwei

Hilfe, wo ist nur das nächste Mauseloch, in dem ich sang- und klanglos verschwinden und in eine gnädige Winterstarre fallen kann?  Ein geknickter Bakenfalter sucht Asyl, denn nix ist schlimmer als Freitag, der 12. Wäre ich Idiot doch nur im Bett geblieben, ich hätte mich sooooo einfach nur einen Tag länger krankschreiben lassen müssen. Aber nein, pflichtbewusst mit noch klammem Magen und unrundem Kreislauf wanke ich gefolgt von Schlotterbeck in die Firma, um mich nach nur einer Stunde von meiner Zuhause-Verwaltungsfirma telefonisch stören zu lassen. Ein unsicheres Fräulein beschreibt ihr Anliegen dahingehend, dass meine Nachbarin 1 Stockwerk tiefer einen großen nassen Fleck in ihrem Bad beklagt und nun Ursachenforschung betrieben würde. Hauptverdächtige: die Bakenflatter von wegen nicht ganz dicht. Ich werfe ein, dass ich zur Zeit arbeite und nur schwerlich zu Hause nachsehen könne, was aber nach Rücksprache des Frolleins mit einer Kollegin unerlässlich sei. Auch mein Einwand, dass ich öffentlich unterwegs bin, zählt nicht. Mir wird gönnerhaft vorgeschlagen, die Mittagspause für diesen umständlichen Ausflug zu nutzen.

 

Nach Rücksprache mit unserer Sekretärin frohlocke ich, denn sie hat mir den Schlüssel eines unserer Firmenwagen in die Hand gedrückt, den ich daraufhin in der unübersichtlich finsteren Tiefgarage (Marke „Selbst Matula kriegt Schiss“) des riesengroßen Bürogebäudes suche. Schließlich finde ich den Kombi – eingezwängt zwischen einem anderen Fahrzeug und einer Säule. Zunächst bringe ich meinen Schatten Schlotterbeck unter, danach zwänge ich meine Baken teilweise in das Auto, putze mit dem Rest das schicke Nachbarfahrzeug und finde mich schließlich komplett im Dunkeln wieder. Immerhin springt die Kiste an und ich parke übervorsichtig in mindestens siebenundtrolfzig Zügen aus. Bloß nirgends anecken! Schließlich fährt die Karre anstupslos los und so suchen wir die Ausfahrt. Der VW weiß Bescheid, zeigt sich aber noch wortkarger als ich und so fahre ich immer wieder links, bis mir schwindlig ist. Dann endlich ein Rolltor – es öffnet sich, nix wie raus. Karte gezückt, Schranke geöffnet, nach Hause gekurvt. Kein Parkplatz, dafür regnet es wie bescheuert.

 

Dagegen kommt mir im Treppenhaus weder ein Rinnsal noch ein Wasserfall entgegen, auch mein Fußabtreter liegt artig im Trockendock und übt mitnichten für sein Freischwimmerzeugnis. Innen drin sieht es genauso chaotisch aus wie vor meiner Flucht aus der Wohnung, aber weder im Bad noch in der Küche kommen mir Fluten entgegen, die mich zu ertränken dräuen. Stinkig rufe ich das Frollein von der Hausverwaltung an und schildere den Situs. Sie fragt dümmlich, ob ich denn auch schon im Bad nachgesehen hätte. Ich hoffe nur, dass sie mein Augenverdrehen gehört hat, jedenfalls strebe ich eine baldige Beendigung dieses Gesprächs und des Ausflugs sowieso an. Frollein sieht das anders und muss die Sachlage mit der erfahrenen Kollegin besprechen, ich warte, lass mich von Kleidermanns Klavierballade nerven und krieg einen zuviel. Wiederum meldet sich das Frollein und sagt, ich soll auf den Hausmeister warten. Mein Protest erschreckt sie, sie beeilt sich zu sagen, dass dieser in 2 min. da ist. OK, er kommt nach 3 min. und konnte ja auch nix dafür. Jedenfalls stellt auch er fest, dass ich, ähm, meine Wohnung keinen Schaden hat und so darf ich zurück zur Arbeit, juchhuh. Der betagte Kombi dieselt los, sämtliche Scheibenwischer tun ihren Dienst und ich stelle mich im Stau hinten an. Die 5 km bis zur Firma ziehen sich, meine Stimmung verzieht sich in jenen Keller, in dem ich obendrein auch noch die Karre parken muss.

 

Immerhin, die Schranke zum Parkplatz lässt sich öffnen, die Einfahrt zur Tiefgarage finden. „Kurze Einfahrzeit“ lese ich noch und schon brause ich hinunter. Komme vor einem geschlossenen Rolltor zum Stehen. Nirgends eine Vorrichtung, die dieses öffnen würde. Ich komme mir nur noch dämlich vor, lege den Rückwärtsgang ein, gebe Gas und zum Glück bewegt sich der Golf wieder nach oben. Verdammt unbequem, so weit rückwärts zu fahren… Immerhin sehe ich jetzt oben ein Lesegerät, wobei mein Arm auf Anhieb natürlich zu kurz ist. Also korrigiere ich den Einfahrtswinkel, löse die Toröffnung aus und rolle wieder runter. Ins unübersichtliche Dunkel. Matula hat sich auch schon verpisst – wenn frau das olle Knitterface schon mal brauchen könnte… Immerhin habe ich mir die Parkplatz-Nr. gemerkt, sehe sie nach diversen Linkskurven wieder und stelle fest, dass die Parkbucht mitnichten breiter geworden ist. Und die Kiste nicht in der Lage ist, einen rechten Winkel zu fahren. Völlig entnervt kurve ich vor und zurück, vor und zurück. Mir fehlt der Mut zur Lücke, so’n Scheiß. Aber ich muss doch wieder arbeiten, bin schon viel zu lange unterwegs… Ich schlage rechts ein, konzentriere mich auf das benachbarte Fahrzeug links, entere die Parkbucht. Und sitze fest. Die rechte Seite des VWs klebt an der Säule. Entsetzt setze ich zurück, der re. Außenspiegel wird brutal nach hinten gebogen, es knirscht. Scheiße. Wieder sitze ich fest, gerate in Panik. Ich zwinge mich zur Ruhe, steige aus, lege den zum Glück nicht beschädigten Außenspiegel an und stelle entgeistert fest, dass die Karre tatsächlich mit Türgriff und Kunststofftürschoner an der Säule klebt. Ach du Scheiße! Ich höre Matula im Bahnhofsviertel kichern – dieser Dreckskerl. OK, Bakenfalter, reiß dich zusammen, bewege die Kiste wie ein rohes Ei, parke sie vorsichtig und ordnungshütergemäß ein und guck dir dann mal ganz in Ruhe (?) den Schaden an. Gedacht, getan – siehe da, es geht auch ohne Komplikationen, genauso wie während der letzten 29 führerbescheinigten Jahre. Auf den 1. Blick sind nur die Kunststoffe des re. Türgriffs und des Türschoners weiß wie die Säule und ein wenig abgeschabt, das lässt sich wegrubbeln. Ich atme auf – bis ich den Kotflügel hinten rechts sehe. Deutliche Kratzer! Scheiße! Und die Säule ist in derselben Höhe dunkelblau! Vernichtendes Beweismaterial, das hätte auch Matula im Vollsuff erkannt. Scheiße, scheiße, scheiße.

 

Wie ein geprügelter Hund schleiche ich nach oben, beschließe, dass da nix war, gebe Schlüssel und Papiere zurück, setze mich an meinen Schreibtisch – und beichte meine Missetaten schriftlich, frage, was zu tun ist. Halb so wild, wird mir später auch von der Personalabteilung in Konstanz bestätigt, ich hätte mir ja zum Glück das älteste Firmenfahrzeug für meine Kunststücke ausgesucht. Aber peinlich ist's und bleibt’s…

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Fr

18

Mai

2012

Tümpeldümpeln

 

 

 

So faul ich Mensch, so kaul die Quapp

Noch glatt ist Weihers Miene

Erst fliegt ein Stock, dann platscht es knapp

Vorbei am Fuß von Tine

 

Kein Spiegel mehr, nur Mosaik

Bunt rudern viele Teilchen

zum Hund, doch der spuckt Holz und Schlick

und paddelt noch ein Weilchen

 

Türkis libellt‘s, ein Hauch weht sacht

Gedanken spielen draußen

Wind nivelliert die Kräusel glatt

entspannt nicht nur von außen

 

 

 

rv, 18. Mai 2012

 

 

 

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Fr

11

Mai

2012

Gebriffserleuchtigung! Heute: Cliff Hänger

 

 

 

Mit Cliff ist das so eine Sache. Er hängt halt rum, der schlaffe Sack. Unter ihm klaffen Abgründe, über ihm himmeln unendliche Weiten zutiefsten Blaus (das ist er übrigens auch täglich). Ein lauer Wind zerzauselt ihm die schütteren Löckchen, doch nichts vermag ihn zu erreichen, zu tief hadert er mit seiner Existenzangst, zu sehr fürchtet er seinen nächsten lebensgefährlichen Einsatz im Dienste der Menschheit. Wessen Opfer wird er morgen sein? Wird ihn wieder so ein brüllender Dreikäsehoch bedrohen, der sich mit Händen und Füßen gegen seinen aufopferungsvollen Einsatz wehrt? Oder setzt ihm die zarte Haut jener von Tom so wunderbar beschriebenen ätherischen Fee zu, deren Tränen er niemals wird trocknen können? Klamm klopft sein banges Herz, und nicht einmal die Aussichten auf den verdienten Feierabend vermögen Cliff zu trösten. Denn während andere erschöpfte Arbeitnehmer nach Verrichtung ihres aufreibenden Tagewerks abends seufzend in die vollgelaufene Wanne sinken, bevor dasselbe mit ihnen passiert, schlottert Cliff seinem nächsten Schleudertrauma entgegen. Ein tragisches Schicksal, ein armer Kerl, unser Cliff Hänger :-(

 

Bakenfalter, betrofft

 

 

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Fr

11

Mai

2012

Cliff hängt mal wieder rum

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Fr

26

Aug

2011

Verstörung

Heute Nacht

drangen Gigallionen Voltagen

(folglich nicht nur Zillionen Watt

sondern Megaliter Unwätter)

gleißend

in meinen Alptraum ein

und schlugen meinen Schlummer tot.

 

Apokalyptotischer Weltenbruch ins Nulloversum!

 

Hellwach analysierte ich

mein auswegsloses Vorbei

Zum Glück fiel mir ein

dass ich schlimmstenfalls sterben würde –

das war so lange tröstlich.

bis ich blitzgeblendet anfing

über den Weg dorthin nachzudenken

 

Heute früh

frisch geduscht und freitagspoliert

lachte mich meine Straße

einfach aus.

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